Dorfrunde Walstedde

Die Wahlkreiskandidaten*innen der SPD für die Bereiche Walstedde und Mersch, Brigitte Heitbaum, Andreas Hoppe und Rainer Hoffstedde hatten sich am Spätnachmittag des 04.09.2020 mit einigen Interessierten zu einer Dorfrunde in Walstedde aufgemacht. Im Laufe der Veranstaltung hat auch noch der Bürgermeister der Stadt, Carsten Grawunder die Runde komplettiert. Die Dorfrunde stand unter der Überschrift „Dienstleistungen“ und führte daher zu drei verschiedenen Dienstleistungsbetrieben im Dorfgebiet von Walstedde.

Bild: SPD

Station 1 war die Firma BKN, Business Kommunikation Netzwerk, sehr idyllisch gelegen auf dem südlich des Ortskerns von Walstedde befindlichen Hof Knicker und auch inhabergeführt vom Sohn der Familie, Maximilian Knicker. Stadtweit bekannt geworden ist das Unternehmen durch die Lieferung einer neuen Telefon- und IT-Kommunikationsanlage für das Rathaus und die Stadtverwaltung von Drensteinfurt.

Angesichts der wunderschönen Lage des Betriebes wurde aus dem Kreis der Bewerber umgehend die Frage gestellt, ob das Unternahmen vorhabe, dem bayerischen „Laptop und Lederhose“ eine Art münsterländisches „Gutes Leben und Gigabyte“ (vgl. www.muensterland.com) entgegensetzen zu wollen. Dies war direkt auch eines der Kernthemen des Besuchs, stellt sich doch die Anbindung des Unternehmens aus dem Außenbereich von Walstedde an das World Wide Web angesichts der fehlenden Glasfaseranbindung als Problem dar, das aber natürlich von einem Unternehmen der IT-Kommunikationsbranche über eine LTE-Anbindung gelöst wurde. Hier sieht das Unternehmen noch Möglichkeiten, dass Stadtverwaltung und Kommunalpolitik mit vorausschauenden Lösungen die Ansiedlung und das Wachstum von Dienstleistungsbetrieben deutlich unterstützen können. Vorausschauend meint hier, dass sich Planungen nicht am aktuellen oder am Bedarf vergangener Zeiten ausrichten sollten, sondern das schnelle Anwachsen der Datenmengen, die zu transportieren sind, unbedingt berücksichtigt werden müssten. Der Inhaber des Unternehmens Maximilian Knicker und der Vertriebsleiter, sein Vater Michael Knicker haben – auch vor dem Hintergrund der nicht ganz einfachen Personalgewinnung für den Standort – ein deutliches Statement für den Standort Walstedde abgegeben und könnten sich auch vorstellen, bei der Wahl eines Firmenstandortes in späteren Ausbauphasen Unterstützung zu erhalten.

Station 2, die von der Gruppe unter der „Führung“ des roten Fahrrades, des „Wähl-o-mobils“ angefahren wurde, war das Unternehmen Haufschild Übersetzungen am Walstedder Böcken. Hier drängte sich zum Leidwesen der Firmeninhaberin, Frau Prolett Haufschild, direkt ein Thema in den Vordergrund, das ganz Walstedde aktuell stark beschäftigt. Der Firmensitz wurde von dem Unwetter am 14.08.2020 massiv betroffen, so dass das gesamte Erdgeschoss des Hauses beim Besuch der Gruppe von Trocknungsmaschinen besetzt war und die Informationsveranstaltung auf der Terasse stattfand.

Dennoch fand sich Gelegenheit auch über die Arbeit des Unternehmens zu sprechen, das Übersetzungen und Dolmetscherdienstleistungen für alle wichtigen Sprachen der Welt anbietet und an den beiden Standorten in Walstedde und in Osnabrück sieben fest angestellte Mitarbeiter hat. Hinzu kommt eine größere Anzahl von externen Mitarbeitern, die von dem Unternehmen auch zu Teams zusammengestellt werden und die daher in der Lage sind alle Dienstleistungen rund um das Thema Sprache anzubieten.

Hier zeigte sich ganz besonders auch, welche Auswirkungen die Corona-Krise auf Dienstleistungsbetriebe hat. Die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Firma war von Mitte März bis Ende Mail nahezu komplett weggebrochen, so dass eine erhebliche Problemlage entstanden war. Das Jahr 2020 wird in keiner Weise mehr an das wirtschaftliche Niveau der Vorjahre herankommen. Das so genannte „Home Office“ und damit die fortschreitende Digitalisierung der Arbeit war auch für die Firma Haufschild in diesem Sommer eine besondere Herausforderung.

Einen besonderen Wunsch der Unternehmerin, die bereits dem Unternehmerinnen-Netzwerk Drensteinfurt e.V. angehört, konnte die SPD-Delegation mitnehmen: Eine weitere Vernetzung der Unternehmen im Stadtgebiet, die dann möglicherweise auch für die Bürger eine umfassende Informationsplattform über alle Unternehmen des Stadtgebietes bietet.

Station 3 der Runde war ein gastronomischer Dienstleistungsbetrieb, das mittlerweile bei allen Walsteddern bestens bekannte Bistro Leib und Seele, das Besuchern und Mitarbeitern des Klinikums Haus Walstedde nicht nur Speisen und Getränke, sondern auch einen Ort zum Verweilen bietet. Firmeninhaber Jörg Rohlfing hat der Runde einen umfassenden Überblick über das Angebot des Bistros gegeben und insgesamt der Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik ein gutes Zeugnis ausgestellt. Insbesondere auch in der Corona-Phase habe er immer kompetente Ansprechpartner und die notwendige Unterstützung gefunden.

Insgesamt konnten die Teilnehmer der Runde mittnehmen, dass die drei Unternehmer*innen trotz aller aktuellen Probleme – sei es durch Corona oder durch Hochwasser – Zuversicht ausgestrahlt haben, da sie alle den Eindruck hatten, dass die Erholungsphase, die insgesamt in Deutschland durch angemessene Maßnahmen von Politik und Verwaltung ermöglicht wird, bereits wieder begonnen hat, so dass nicht nur ein wirtschaftliches Überleben gesichert ist, sondern dass auch an frühere Erfolge wieder gut angeknüpft werden kann.

Für die sozialdemokratischen Stadtratsbewerber ist dies der Hinweis, dass Dienstleistungsunternehmen, die es eben auch in Walstedde in nennenswertem Umfang gibt, ihren Beitrag leisten, den Ort Walstedde und die gesamte Kommune Drensteinfurt zu einem Ort zu machen, an dem Arbeit und Leben bestens miteinander verbunden werden können. Die aufgenommenen Anregungen zur weiteren Unterstützung, die dann nicht nur diesen drei Betrieben dienen wird, werden in die Arbeit des Ortsvereins der SPD für die nächste Wahlperiode einfließen.

Gemeinsames gestalten wird durch den Austausch von Firmeninhaber*innen, Mitarbeiter*innen Politik und Verwaltung erst möglich gemacht werden. Der SPD-Ortsverein und die Ratskandidaten*innen bedanken sich daher noch einmal sehr bei den drei Unternehmen für den gewährten Einblick und den intensiven Austausch. Vielen Dank!

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